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Kreuz auf Grab

Was es wirklich bedeutet ein Bestatter zu sein

Mehr als Totengräber und Leichenverscharrer

„Bestatter, das sind doch die Leute, die die Toten durch die Straßen fahren und begraben“ – das zumindest verbinden die meisten mit diesem Beruf. Die wenigsten können verstehen, wieso jemand diese Arbeit gerne ausführen will. Hauptsächlich deshalb, weil kaum jemand wirklich weiß, was es bedeutet ein Bestatter zu sein.

Was viele Menschen vergessen: In einem Bestattungsinstitut wird nicht nur mit Toten gearbeitet. Natürlich entfällt ein großer Teil der Arbeit auf den Transport und das Begraben von Leichen. Für diese Arbeit bedarf es natürlich physischer Belastbarkeit, ebenso aber des nötigen Respekts gegenüber dem Verstorbenen und dem Tod im Allgemeinen.

Die Hinterbliebenen nicht vergessen

Über diese „technischen“ Aspekte des Berufs dürfen aber die Hinterbliebenen eines Toten nicht vergessen werden! Für den Bestatter mag der Tod Alltagsgeschäft sein, für Familienangehörige und Freunde von Verstorbenen ist er das aber nicht und genau dessen muss sich ein Bestatter zu jeder Zeit bewusst sein.  Angehörige haben meist eine Menge Fragen und wissen nicht genau welche Schritte sie nun in welcher Reihenfolge einleiten sollen.

Hinzu kommt der emotionale Zustand. Einen geliebten Menschen zu verlieren macht traurig. Es ist nicht leicht mit dieser Trauern umzugehen. Hierzu ist psychische Belastbarkeit und Einfühlungsvermögen nötig. Bestatter sind Dienstleister, Kundenbindungen sind unerlässlich. Es ist deshalb wichtig das Vertrauen der Angehörigen zu gewinnen und ihnen Sicherheit und in der schweren Zeit einen Anker zu geben.

Bestatter sind Seelsorger und Ansprechpartner

Eine Beerdigung ist der letzte Schritt im Leben eines Menschen. Sie soll würdevoll sein, schön und emotional. Sie soll allen Angehörigen, Freunden und Bekannten die Möglichkeit geben sich ein letztes Mal vom Toten zu verabschieden. Wir beim Bestattungsunternehmen Joachim Männer in Ingolstadt tragen maßgeblich dazu bei, damit das auch gelingt.

Jede Beerdigung ist anders, jede Familie hat andere Wünsche und Vorstellungen. Hinzu kommen Sitten, religiöse oder spirituelle Ansichten. Toleranz ist daher ein weiteres Charaktermerkmal eines guten Bestatters. Wer nicht mit Menschen arbeiten möchte, der wird in einem Bestattungsunternehmen nicht Fuß fassen können.

Es lässt sich also feststellen, dass der Beruf des Bestatters natürlich an einige „banalere“ Kriterien, wie physische Belastbarkeit oder beispielsweise einen Führerschein gekoppelt ist, jedoch ist die emotionale Stärke deutlich wichtiger. Bestatter sind keine Menschen, die Tote in Löchern verscharren, Bestatter sind ebenso Seelsorger, Vertraute und Ansprechpartner für alle Art von Fragen, die der Tod aufwirft.

Wenn Sie sich für den Facetten reichen Beruf des Bestatters interessieren, freut sich das Bestattungsinstitut Joachim Männer in Ingolstadt auf Ihre Bewerbung.

Die Baumbestattung

Wald im Gegenlicht

Die Baumbestattung ist eine noch relativ neue Bestattungsform.  Die Idee dazu hatte der Schweizer Ueli Sauter 1993, als er nach einer naturnahen Bestattung für seinen Freund suchte. Im Friedwald® erfand er die Bestattung und ließ sich die Idee sogleich in der Schweiz und in der EU patentieren. Seit kurzem gibt es nun auch andere Anbieter, wie Ruheforst®, die meist auch gewerblich agieren. Auch einige Friedhöfe bieten schon Baumbestattungen an.
Im Wurzelbereich eines Baumes wird immer nur eine Urne eingebracht, darum setzt dies die vorherige Kremation voraus.
Für die Beisetzung werden spezielle „Bio-Urnen“ verwendet, da diese besonders leicht abbaubar sind. Sargbeisetzungen sind aus Gründen des Trinkwasserschutzes in den Friedwäldern nicht möglich.
Entweder wird eigens für die Beisetzung ein neuer Baum gepflanzt oder ein bereits vorhandener Baum ausgesucht.
Natürlich ist eine anonyme Bestattung möglich oder eben auf Wunsch kann der Baum auch mit einer Namensplakette versehen werden. Die Angehörigen können einen Lageplan des Baumes, an dessen Fuß die Beisetzung erfolgt ist, erhalten. Bis zu 100 Jahre kann das Ruherecht in Friedwäldern und Ruheforsten betragen.
Was ein Vorteil sein kann, ist das die Ruhestätten nicht von den Angehörigen gepflegt werden muss. Und dennoch existiert auch hier ein Ort, an dem der Verstorbene von seinen Angehörigen „besucht“ werden kann, was sich natürlich positiv auf die Trauerbewältigung auswirken kann. Eins sollte man allerdings bedenken, dass der Beisetzungsort für eine Baumbestattung außerhalb gelegen und auch nur über Waldwege zu erreichen ist, was besonders älteren Menschen einen Besuch der Grabstelle erschweren kann. Die Kosten für eine Baumbestattung sind vom Träger und auch vom Standort des Baumes abhängig. Natürlich sind die Kosten für einen Einzel- oder Familienbaum höher, als wenn mehrere Aschen an den Wurzeln eines Gemeinschaftsbaumes ruhen. Man sollte die Kosten immer für den einzelnen Fall erfragen, da jeder Grabstättenträger hier so seine eigenen Regeln hat.