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Die Arbeit beim Bestatter

„Wir sind keine Todesengel“- Die Arbeit in einem Bestattungsunternehmen (1/2)

Arbeiten beim Bestatter: Unverständnis in der Gesellschaft

Die Arbeit in einem Bestattungsunternehmen stößt in der Gesellschaft oft auf Unverständnis. Viele können nicht verstehen, warum Menschen gerne mit dem Tod arbeiten. Dabei vergessen sie allerdings, dass zu einer der wichtigsten Aufgaben eines Bestatter die Betreuung der Hinterbliebenen zählt. Bianca Herr (31) arbeitet seit wenigen Monaten als kaufmännische Angestellte im Bestattungsunternehmen Joachim Männer in Ingolstadt und weiß, auf was es bei der Arbeit ankommt. Ihr ist es wichtig, anderen nahezubringen, dass Bestatter keine „Todesengel“ sind.

Die gelernte Erzieherin landete eher durch Zufall beim Bestatter. Das Unternehmen bei dem ihr Stiefvater damals arbeitete suchte eine Mitarbeiterin und sie habe es „einfach ausprobiert“. „Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass mir die Arbeit ganz gut liegt und habe nach und nach auch Beratungen übernommen“, erzählt Herr.

Die Geschichten verblassen nie ganz

Vor einigen Monaten folgte der Wechsel ins Bestattungsinstitut Joachim Männer in Ingolstadt.Arbeiten beim Bestatter Zu den Aufgaben der 31-Jährigen zählt hier die Büroarbeit, ebenso wie Trauer- und Vorsorgegespräche. Auch wenn sie immer wieder auf Unverständnis stößt, so ist sie sich bewusst „dass es eine Aufgabe ist, die nicht jeder kann. Außerdem gehe ich am Ende des Tages mit einer inneren Ruhe nach Hause, weil ich weiß, dass ich etwas Sinnvolles für Menschen getan habe,“ sagt sie.

Herr kann die Zweifel von Außenstehenden aber auch nachvollziehen. „Die erste Zeit hatte ich schon Bedenken. Vor allem, weil ich mir überlegt habe, was ich mache, wenn ich Kinder oder junge Leute vor mir habe. Aber mit der Zeit lernt man auch damit umzugehen“, weiß Herr. „Es ist wichtig, dass die Menschen jemanden vor sich haben, der nicht mit ihnen weint, sondern ihnen Mitgefühl entgegen bringt. Und daran denkt, dass man den Menschen ja trotzdem beerdigen muss“, erklärt sie, fügt jedoch an: „ Aber Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, es gibt keinen Tag an dem ich nach Hause gehe und nicht über einen gewissen Fall nachdenke“. Viele Geschichten hätten Ähnlichkeit mit Situationen aus ihrem Leben, aber man müsse auch irgendwann loslassen.

Dennoch, wenn Herr an einem Haus vorbeifährt in dem sie jemanden betreut hat, dann erinnert sie sich noch heute an den Namen: „Da merke ich, dass die Geschichten nie ganz verblassen. Wahrscheinlich ist das auch wichtig, dass wir das trotzdem in uns tragen“.

Erfahren Sie im zweiten Teil unseres Interviews:

Warum ist es wichtig, sich frühzeitig mit dem Thema Tod zu beschäftigen und woher kommt der schlechte Ruf der Bestatter?

Todesfall und nun?

Todesfall – Und nun?

Wenn eine geliebte Person verstirbt, ist das traurig, stellt Angehörige aber zugleich auch vor einen ganzen Haufen Aufgaben. Nicht immer konnte der Verstorbene seine Angelegenheiten vor seinem Tod regeln, für die Hinterbliebenen warten dann Formalien und Verpflichtungen, die nacheinander abgearbeitet werden müssen.

Diese Schritte müssen Sie beim Ableben eines Angehörigen beachten

Benachrichtigen Sie zunächst einen Arzt

Ist der Todesfall zu Hause in einem Pflege- oder Altersheim eingetreten muss einer der ersten Anrufe einem Arzt gelten. Dieser muss den Tod offiziell bestätigen und den Totenschein ausfüllen. Hat der Arzt Zweifel an einem natürlichen Tod, wird die Polizei hinzugezogen. Bei einem Todesfall im Krankenhaus kümmert sich die Krankenhausverwaltung um den Todesnachweis.

Suchen Sie wichtige Unterlagen zusammen

Um weitere Schritte einleiten zu können, ist es nötig, im Anschluss erste wichtige Unterlagen zusammenzusuchen. Einige Dokumente benötigt der Bestatter, um die Beerdigung koordinieren zu können, andere sind nötig, um finanzielle Angelegenheiten zu regeln.

Um folgende Nachweise sollten Sie sich bei einem Todesfall sobald als möglich kümmern:

  • Personalausweis
  • Totenschein
  • Nachweis über den letzten Wohnsitz
  • Geburts-/Heiratsurkunde; ggf. Scheidungsunterlagen
  • Bei Verwitweten: Sterbeurkunde und Totenschein des Ehepartners
  • Renten- und Versicherungsunterlagen
  • Testament
  • Bestattungsvorsorgevertrag falls vorhanden
  • Grabdokumente falls vorhanden

Benachrichtigen Sie nahe Angehörige und Arbeitgeber

Zu einer der schwersten Aufgaben bei einem Todesfall gehört sicherlich die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen. Es ist jedoch wichtig mit der Trauer und den Bestattungs-Organisationen nicht alleine zu bleiben. Im Familienkreis finden Sie Trost und können gemeinsam über das weitere Vorgehen beraten.

Vor allem bei jungen Kindern ist es oft nicht einfach über den Tod eines geliebten Menschen zu sprechen. Sie verstehen oft noch nicht, was das Ableben wirklich bedeutet. Überlegen Sie sich deshalb vorher, wie Sie ihnen eine Todesnachricht richtig vermitteln können.

War der Verstorbene noch Berufstätig sollten Sie auch Bedenken dem Arbeitgeber den Todesfall so bald als möglich mitzuteilen. Sie können zudem ihren eigenen Arbeitgeber in Kenntnis setzen. Im Todesfall werden ihnen in der Regel einige Tage Sonderurlaub gewährt.

Ziehen Sie einen Bestatter hinzu

Ein Bestatter sollte bei einem Todesfall so früh wie möglich hinzugezogen werden. Er hat unterstützende und beratende Funktion. Das Bestattungsunternehmen Joachim Männer in Ingolstadt beispielsweise kann ihnen all ihre organisatorischen Fragen beantworten und Sie bei vielen Aufgaben entlasten.

Im Beratungsgespräch mit dem gewählten Bestatter werden erste Sachverhalte geklärt. Es wird entschieden, welche Aufgaben das Bestattungsunternehmen übernehmen soll und welche Angelegenheiten die Angehörigen lieber selbst regeln.

Vorsicht: Es kann vorkommen, dass der Verstorbene bereits vor seinem Tod mit einem bestimmten Bestatter einen Bestattungsvorsorgevertrag abgeschlossen hat. Hier kann im Gespräch geklärt werden, welche Festlegungen dort getroffen wurden.

Es ist allerdings nicht nötig, den Verstorbenen sofort ins Bestattungsinstitut zu überführen. Angehörigen bleiben bis zu 36 Stunden, um den Leichnam zu Hause aufzubahren und sich zu verabschieden.

Benachrichtigen Sie die Versicherungen

Hat der Verstorbene eine Lebensversicherung abgeschlossen, muss der Todesfall dem Versicherungsunternehmen unverzüglich mitgeteilt werden. Auch die Sterbeversicherung muss rechtzeitig informiert werden. Wird der Todesfall zu spät gemeldet, kann es zu Problemen bei der Auszahlung der Versicherungssummen kommen. Das Standesamt muss spätestens am nächsten Werktag über den Tod des Angehörigen benachrichtigt werden.
Im nächsten Abschnitt erfahren Sie mehr darüber, was Sie in den ersten Tagen nach einem Todesfall beachten sollten.

Wenn Sie noch mehr Informationen benötigen steht ihnen Alwin Paff Inhaber vom Bestattungsinstitut Joachim Männer Ingolstadt vertrauensvoll zur Verfügung.

Bestatterwahl

Es gilt grundsätzlich eine freie Bestatterwahl für alle Friedhöfe!

Immer öfter wird die Frage gestellt:
„Auf unserem Friedhof macht dieser oder jener Bestatter das Grab und die Beerdigung.

Muss ich zu diesem Bestatter gehen oder darf ich mir einen anderen Bestatter wählen ohne Schwierigkeiten zu bekommen“?- Antwort: Jeder Angehörige darf den Bestatter frei auswählen!

Grundsätzlich gilt, dass Angehörige bzw. Auftraggeber von Sterbefällen zu jedem Bestatter Ihrer Wahl gehen können und dadurch auch keine Konsequenzen zu befürchten sind.

Keine Stadt, keine Gemeinde und auch kein Pfarramt kann Ihnen vorschreiben welchen Bestatter Sie für einen Sterbefall beauftragen müssen, auch dann nicht, wenn dieser oder jener Bestatter im Auftrag der Stadt, Gemeinde oder des Pfarramtes die Hoheitlichen Dienste(Grab öffnen, Beerdigung, Grab schließen) auf dem jeweiligen Friedhof durchführt.

SIE ALLEIN TREFFEN DIESBEZÜGLICH IHRE ENTSCHEIDUNG!