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Das erste Weihnachtsfest nach einem Todesfall

Der Tod hat an Weihnachten in den Köpfen der Menschen keinen Platz. Weihnachten ist das Fest der Freude. Man lacht, singt, lebt jahrelange Traditionen aus und schafft gemeinsame Erinnerungen. Umso tiefer ist die Wunde, die ein Todesfall in die Weihnachtszeit reißt.

Plötzlich ist alles nicht mehr so, wie es einmal war, plötzlich ist ein Platz am Weihnachtstisch leer. Und plötzlich steht die Frage im Raum: Wie wird es sein, das erste Weihnachtsfest ohne den geliebten Menschen? Und vor allem: Wie soll ich mich verhalten?

Der Trauer Raum geben

Ihnen muss bewusst sein, dass das Weihnachtsfest nicht mehr so ablaufen wird, wie in den Jahren zuvor. Wenn der Verstorbene an Weihnachten immer eine Geschichte vorgelesen hat, dann kann das nicht ersetzt werden. Dementsprechend unklug ist es, zu versuchen das Thema Tod auszuklammern.

Binden Sie es stattdessen in die Feierlichkeiten ein. Wenn Sie im Familienkreis feiern, werden alle Menschen dasselbe fühlen. Hängen Sie nicht an alten Traditionen, sondern schaffen Sie neue. Zünden Sie beispielsweise eine Kerze an, sprechen Sie gemeinsam ein Gebet oder legen Sie ein Foto des Verstorbenen unter den Weihnachtsbaum.

Kommunikation

Keiner weiß, wie es Ihnen wirklich geht und was sie wollen. Wenn Sie an Weihnachten keine Anrufe wünschen, dann kommunizieren Sie das auch so. Haben Sie keine Angst davor, was andere denken könnten, wenn Sie Weihnachten alleine verbringen wollen. Wenn Ihnen das hilft, dann ist das vollkommen in Ordnung.
Sprechen Sie Ihre Sorgen und Ängste aus und überlegen Sie sich gemeinsam mit anderen eine Lösung. Tun Sie nichts, nur weil man es von Ihnen so erwartet.

Niemand will Ihnen etwas Böses

Trauer überfordert viele Mit-Menschen. Sie wollen helfen, wissen aber nicht wie. Nehmen Sie es Freunden und Familienmitgliedern nicht übel, wenn sie Sie mit Vorschlägen und Tipps überhäufen. Sie alle wollen nur das Beste für Sie.
Wenn es Ihnen zu viel wird, kommunizieren Sie das!

Wenn Sie noch mehr Informationen oder Rat benötigen steht ihnen Alwin Paff Inhaber vom Bestattungsinstitut Joachim Männer Ingolstadt vertrauensvoll zur Verfügung.

Weihnachtsgrüße trotz Todesfall?

„Frohe Weihnachten“, „Besinnliche Feiertage“, „Schönes Fest“ – Bunt bedruckte Weihnachtskarten gehören zu den Feiertagen wie Christbäume und Glühwein. Sie sind schnell gekauft, beschrieben und an diverse Freunde verschickt. Doch wie wünsche ich jemandem ein frohes Fest, der gerade versucht den Tod eines geliebten Menschen zu verarbeiten?

Einem trauernden Menschen ein fröhliches Fest zu wünschen erscheint allein aus ethischen Gründen unrecht. Bevor Sie also eine Standardkarte verschicken, lassen Sie das mit den Weihnachtsgrüßen lieber gleich sein. Wollen Sie diesem Menschen aber eine Freude machen, dann gestalten Sie die Karte individuell.

So gestalten Sie eine Weihnachtskarte im Trauerfall

Zurückhaltende Formulierungen

„Ich wünsch dir ein super schönes Weihnachtsfest mit deiner Familie. Lass dich reich beschenken und genieße den Abend in vollen Zügen“ – Seien Sie ehrlich, eine solche Weihnachtskarte würden Sie in der Trauerphase nicht lesen wollen. Verzichten Sie auf überschwängliche Wünsche und Floskeln fürs Fest und formulieren Sie zurückhaltend.
Dazu gehört auch an der Trauer teilzunehmen und diese nicht auszuschweigen. Gute Satzanfänge sind beispielsweise „Trotz des traurigen Anlasses wünsche ich dir …“ oder „Auch in dieser schweren Zeit möchte ich dir, ….“. Lassen Sie den Empfänger spüren, dass er nicht alleine ist. Was genau der Inhalt des Textes ist hängt selbstverständlich vom zwischenmenschlichen Verhältnis ab.

Die richtige Karte

Ebenso wie bei den Formulierungen müssen Sie auch bei der Kartenwahl etwas dezenter sein. Tanzende Rentiere, lachende Weihnachtsmänner oder verspielte Schneemänner müssen ebenso wie knallbunte Farben im Regal bleiben.

Es gibt durchaus auch gedecktere Weihnachtskarten mit verschneiten Landschaften oder Mistelzweigen und Kerzen. Sie können auch ganz auf eine Karte verzichten und stattdessen ein paar Zeilen auf einem schönen Briefpapier schreiben.

Mir fehlen die richtigen Worte

Es ist absolut keine Schande, wenn Sie nicht wissen, wie Sie Ihre Wünsche fürs Fest angemessen formulieren. Bevor Sie den Gedanken an Weihnachtsgrüße ganz verwerfen, greifen Sie auf ein schönes Weihnachtsgedicht oder einen schönen Spruch zurück der Trost spendet.
Wichtig ist, dass Ihre Worte ehrlich sind. Nur dann werden sich Trauernde auch darüber freuen.

Sie möchten mehr über das Thema Bestattung erfahren? Wir vom Bestattungsinstitut Joachim Männer in Ingolstadt sind immer für Sie da.