Bepflanzte Gräber - Grabpflege

Grabpflege im Frühjahr

So erstrahlen Gräber in neuem Glanz

Die Temperaturen werden endlich wärmer, die Sonne kitzelt uns schon morgens in der Nase und draußen fangen die ersten Blumen an zu sprießen. Wenn Gärten und Balkone bepflanzt werden, ist es Zeit, auch über die Neugestaltung von Gräbern nachzudenken.

1. Boden vorbereiten

Kälte, Bodenfrost und Schnee hinterlassen ihre Spuren auf den Friedhöfen. Es kann deshalb im Frühjahr nicht einfach drauf los gepflanzt werden. Zunächst muss der Boden aufgelockert werden, um ihn auf die Wachstumsphase vorzubereiten. Um die Erden aufzulockern eignet sich eine einfache kleine Schaufel, oder Harke. Unkraut lässt sich so schon im Ansatz entfernen. Für noch optimalere Vorbereitung können Sie einen Dünger in die Erde einarbeiten.

2. Grabstein und Umrandung

Zur Grabpflege gehört nicht nur das Beet, sondern auch das Drum-Herum. Grabstein und Umrandung können im Winter ebenso in Mitleidenschaft gezogen werden, wie die Erde. Risse und abgeplatzte Stellen sollten Sie von einem Profi beheben lassen. Moosverwachsungen können Sie ganz einfach mit einer harten Bürste und Wasser entfernen.

3. Frühblüher aufs Grab

Wir alle freuen uns, wenn die Frühblüher ihre Köpfe aus der Erde stecken und dem tristen Wintergrau ein Ende setzen. Auch auf den Gräbern sorgen Frühblüher wie Krokusse, Stiefmütterchen oder Primeln für schöne Farbakzente. Welche Blumen Sie wählen, sollten Sie vom Standort des Grabes abhängig machen. Manche Blumen mögen keine zu intensive Sonneneinstrahlung, wohingegen andere den Schatten meiden. Kombinieren Sie verschiedene Blütezeiten, um bis zum Sommer ein durchweg schön gepflegtes Grab zu haben.

Informieren Sie sich im Blumenhandel darüber, welche Pflanzen für den Standort des Grabes ideal sind. Weniger zeitintensiv ist die Verschönerung der Gräber mit Topfpflanzen.

4. Dauerhafte und regelmäßige Pflege

Betreiben Sie die Grabpflege regelmäßig und gewissenhaft, so vermeiden Sie größere und dauerhafteSchäden an der Grabstelle. Vor allem nach dem Winter ist es wichtig, das Grab auf die kommenden Monate vorzubereiten.

Wie bereits oben beschrieben, solltenSie folgende Punkte bei der Grabpflege im Frühjahr beachten:

  • Vorbereitung und Düngung der Erde
  • Pflege und Reinigung des Grabsteins und der Umrandung
  • Auswahl der richtigen Frühblüher

Für Fragen rund um die Beerdigung nehmen Sie gerne Kontakt mit dem Bestattungsinstitut Joachim Männer in Ingolstadt auf.

Wiederauferstehung - Leben nach dem Tod

Ostern – Wiederauferstehung als Hoffnungsschimmer

Der Gedanke vom Leben nach dem Tod

In der katholischen Kirche gibt es wohl kein Fest, das ambivalenter ist, als das Osterfest. Neben Osterhasen, Ostereiern und all den Bräuchen, an denen wir uns jährlich erfreuen, hat Ostern eine tiefe religiöse Bedeutung: Den Tod und die Auferstehung Jesu Christi. An keiner Feierlichkeit liegen Trauer und Freude näher beieinander.

Die Jünger Jesu verspürten nach seinem Tod tiefe Trauer, wurden aber von neuer Hoffnung und Freude erfüllt, als Jesus am 3. Tage auferstand. Eben jene Trauer verspüren auch wir, wenn wir einen geliebten Menschen zu Grabe tragen müssen. Aber der christliche Glaube geht auch mit der gleichen Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod einher.

Die Ostergeschichte kann damit viel Trost spenden. Sie sagt uns: Wo Trauer ist, da kann auch wieder Freude wachsen. Und wenn Jesus den Tod überwunden hat, dann können wir das auch.

Wiederauferstehung in anderen Religionen

Zweifellos ist das eine Sichtweise auf das Ende des Lebens, die vor allem für gläubige Katholiken relevant ist. Der Gedanke, dass das Leben nicht mit dem Tod endet, findet aber in vielen Religionen anklang. Im Buddhismus ist es nicht „der Himmel“, der angestrebt wird, sondern das Nirvana in dem der Mensch Erlösung findet. Und auch der Islam glaubt an ein geistiges Leben nach dem Tod in dem das Verhalten des Menschen auf Erden letztendlich gerichtet wird.

Der Hinduismus hingegen geht vom Prinzip der Seelenwanderung aus. Die Seele, das unsterbliche im menschlichen Körper, wandert nach dem Tod in einen neuen Körper. In welchen, das hängt vom im Leben gesammelten Karma ab.

Das Leben nach dem Tod als Zeichen der Hoffnung

Um genau zu sein Bedarf es nicht einmal einer Religion, um den Gedanken an ein Leben nach dem Tod festzuhalten. Wir alle wünschen uns doch, unsere Liebsten eines Tages wiederzusehen, egal wo das sein wird. Der Glaube an ein Leben nach dem Tod ist damit ein großer Trost und kann bei der Trauerbewältigung helfen. Schließlich gibt es doch kaum einen schöneren Gedanken, als dass unsere Verstorbenen an einem wunderbaren Ort darauf warten, uns wieder in den Arm nehmen zu können.

Mehr Informationen rund um Tod und Bestattung erhalten Sie im Bestattungsinstitut Joachim Männer in Ingolstadt.

Trauerbewältigung an Weihnachten -Eiskristalle Weihnachten

Die schönsten Rituale zur Trauerbewältigung

Den Toten an Weihnachten in die Mitte nehmen

Weihnachten ist ein Fest, das meist im Familienkreis gefeiert wird. Oft schon mit jahrelangen Traditionen. Umso schwieriger gestalten sich die Feierlichkeiten, wenn ein Familienmitglied nicht mehr dabei sein kann. Das erste Weihnachtsfest nach einem Todesfall ist das schlimmste, sagen die meisten. Denn ohne den geliebten Menschen zu feiern, das kann man sich einfach nicht vorstellen.

Viele Familien entwickeln deshalb Rituale, um Verstorbene trotzdem in ihre Mitte zu holen und ihnen an Weihnachten Platz zu geben. Rituale geben Sicherheit und eignen sich deshalb gut zur Trauerbewältigung. Bei diesen Ritualen kann es sich um Worte, Taten, oder Gegenstände handeln, die in die Feierlichkeiten integriert werden.

Den Toten nicht ausklammern

Beliebt ist beispielsweise ein Bild des Verstorbenen aufzustellen. Entweder auf dem Tisch, oder unter dem Weihnachtsbaum, als Zeichen dafür, dass man sich wünscht der andere wäre mit dabei. Oft kombinieren Angehörige das Bild noch mit einer brennenden Kerze.

Ebenso ist es zum Beispiel möglich den Platz, auf dem der Verstorbene normalerweise am Tisch saß, freizulassen, um die Lücke, die derjenige hinterlässt zu symbolisieren.

Bräuche weiterführen und neu erfinden

Hat der Verstorbene an Weihnachten einen bestimmten Brauch begangen? Hat er zum Beispiel immer gesungen oder etwas vorgelesen? Dann kann es helfen diesen Brauch weiterzuführen, um ein kleines Andenken an den verlorenen Menschen zu wahren.

Ebenso ist es aber auch völlig legitim einen neuen Brauch einzuführen. Beispielsweise ein Gebet für den Verstorbenen zu sprechen und ihn so in die Mitte zu nehmen. Um Verbundenheit zu zeigen, hat es sich außerdem eingebürgert an Weihnachten die Gräber der Verstorbenen Liebsten zu besuchen.

Rituale helfen bei der Trauerbewältigung

Wie – und ob – man den Tod in seine Weihnachtsfeier eingliedern möchte, das bleibt jeder Familie selbst überlassen. Kleine Rituale können aber helfen, die Trauer erträglicher zu machen. Wichtig ist, dass sich alle im Vorfeld darüber klar sind, was sich mit dem Tod des geliebten Menschen ändern wird und wie man Weihnachten feiern möchte. Miteinander reden ist hierbei unerlässlich. Nur so kann das Fest trotz allem harmonisch werden.

Mehr zum Thema Tod und Trauer erfahren Sie im Bestattungsinstitut Joachim Männer in Ingolstadt.

Friedhof an Allerheiligen

Woher kommt der Feiertag „Allerheiligen“?

Allerheiligen – Ein Feiertag entstanden durch ein Zeitproblem

Heilige gibt es in der christlichen Kirche zu Hauf. In den letzten Jahrhunderten kamen reihenweise hinzu, einige bekannter als andere. Wie viele es genau sind, das lässt sich wohl nur schätzen. Mit dieser Vielzahl an Heiligen wuchs jedoch auch ein Problem heran: Es wurde unmöglich jedes Jahr jedem Heiligen an einem eigenen Tag zu huldigen. Man behalf sich damit, einen Tag zu begehen, der allen Schutzpatronen gleichermaßen gehörte: Allerheiligen.

In der orthodoxen Kirche gab es einen solchen Feiertag bereits im 4. Jahrhundert, in der westlichen Kirche wurde er 835 von Papst Gregor IV einheitlich für die gesamte westliche Kirche auf den 1. November festgesetzt.

Ein stiller Feiertag

Allerheiligen ist in Bayern ein sogenannter „stiller Feiertag“ mit Tanzverbot. Vor allem für Club- und Barbesitzer ist das ärgerlich, liegt Allerheiligen doch genau am Tag nach Halloween. Wilde Halloween-Partys finden daher um 2 Uhr nachts ein Ende. Auch an Allerheiligen selbst sollten Veranstaltungen eher einen ernsten Charakter haben.

Übrigens bedeutet das Tanzverbot nicht, dass Diskotheken um 2 Uhr schließen müssen. Besitzer und Personal müssen ab dieser Uhrzeit nur das Tanzen unterbinden und die Musik leise und weniger fröhlich halten. Unter Umständen droht bei Nichteinhaltung sogar ein Bußgeld. Ihre Halloween-Partys veranstalten viele in diesem Jahr deshalb bereits am 30. Oktober. Aufgrund der 500. Luther-Reformation ist in diesem Jahr auch der 31. Oktober frei.

Das Tanzverbot gilt auch nicht für alle Bundesländer. Allerheiligen ist nur in den katholisch geprägten Regionen Bayern, Baden-Württemberg, Saarland, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ein gesetzlicher Feiertag.

Bräuche und Sitten

Obwohl der Gedenktag der Verstorbene, Allerseelen, eigentlich erst am Tag nach Allerheiligen begangen wird, findet am 1. November vielerorts eine Segnung der Gräber statt. Allerseelen ist kein staatlicher Feiertag und damit nicht frei. Ebenso ist ein Grabgang, mit Aufstellen von Lichtern üblich.

Im süddeutschen Sprachraum kann zudem das Allerheiligengebäck, ein Hefezopf, den Tauf- und Firmpaten für ihre Patenkinder backen, zum Brauchtum an diesem Feiertag gezählt werden.

Allerheiligen zählt zu einem der wichtigsten Totengedenktage. Mehr über das Thema Tod und Bestattungen erfahren Sie beim Bestattungsinstitut Joachim Männer in Ingolstadt.

Arbeiten beim Bestatter

„Wir sind keine Todesengel“ – Die Arbeit in einem Bestattungsunternehmen (2/2)

Im ersten Teil unseres Interviews haben Sie bereits Einblicke über die Arbeit in einem Bestattungsunternehmen erhalten. Erfahren Sie nun, wie wichtig es ist, dass Thema Tod und Bestattung nicht auszuklammern.

„Die Gesellschaft muss sich mehr mit dem Thema Tod beschäftigen“

„In der Gesellschaft ist es leider so, dass sich die Menschen nicht mit dem Thema auseinandersetzen. Auch ich habe mich jahrelang nicht damit beschäftigen wollen und nicht einmal gemerkt, dass es Bestatter um mich herum gab“, erzählt Bianca Herr, kaufmännische Angestellte beim Bestattungsinstitut Joachim Männer in Ingolstadt. Doch seit sie in der Bestattungsbranche tätig ist hat sich ihr Blick auf den Tod verändert.

„Es arbeitet in einem selber“, erklärt sie. „Ich bin erst 31, aber ich habe mir einen Ordner angelegt, in dem ich meine ganzen Unterlagen schon abgeheftet habe. Falls mir etwas passieren sollte, wissen meine Kollegen wo sie alles herbekommen. Ich weiß, man sagt immer, man ist ja noch so jung. Aber ich habe so viele Akten von Menschen vor mir gehabt, die auch ihr ganzes Leben noch vor sich hatten“. Auch um eine Absicherung für ihre Tochter hat sie sich bereits gekümmert.

Sie würde deshalb jedem raten, sich frühzeitig mit dem Thema zu beschäftigen. Auch wenn es nicht sofort darum gehe Versicherungen abzuschließen, so sei es doch wichtig mit den Angehörigen über Gestaltung und Ablauf der Beerdigung zu sprechen. „Ich habe viele Fälle in denen Leute nicht wussten ob sich ihre Angehörigen eine Erd- oder Feuerbestattung wünschen, oder ob ein Pfarrer anwesend sein soll“, so Herr.

Beratungen ganz ohne Verpflichtungen und transparente Kosten

Im Bestattungsinstitut Joachim Männer kann jeder einen Termin für ein kostenloses Vorsorgegespräch vereinbaren und sich über das Thema Tod und Beerdigung informieren. Sogar Hausbesuche stehen immer wieder auf der Agenda. „Ich glaube, dass die meisten Menschen zu wenig über das Thema wissen. Wie läuft eine Bestattung ab? Welche Unterlagen benötige ich? Wen muss ich anrufen?“, denkt Herr. Deshalb hätten Bestatter auch so einen verpönten Ruf.

Den schlechten Ruf hätten Bestatter auch aufgrund des finanziellen Aspektes. Bei einer Beerdigung fließen viele Kostenpunkte zusammen, viele davon werden vom Bestattungsunternehmen organisiert. Auf wenige Kostenfaktoren hat aber ein Bestatter tatsächlich selbst einen Einfluss. Stadt- und Friedhofsgebühren beispielsweise, Blumenkränze, Traueranzeigen und Sterbebilder – „diese Preise sind fix, da schlagen wir auch nichts für uns drauf“. Kunden würden stets eine genaue Abrechnung erhalten.

„Es ist gut sich auch hierüber Auskünfte einzuholen und vielleicht auch zu vergleichen“, rät Herr. Das Bestattungsinstitut Joachim Männer erklärt seinen Kunden ganz genau welche Posten auf die Hinterbliebenen zukommen. „Wir stehen gerne mit Rat und Tat zur Seite“.

Informationen zu sammeln ist wichtig – ganz ohne Verpflichtungen: „Man muss nicht sofort Verträge abschließen, da haben wir viele Möglichkeiten. Einige Kunden kommen erst Monate nach einem Beratungsgespräch wieder, wenn sie sich über alles Gedanken gemacht haben“.

Arbeiten beim Bestatter

Bevor man sich für den Beruf in einem Bestattungsunternehmen entscheidet, sollte man sich erst einmal darüber informieren worum es geht. „Gerade die Arbeit mit den Leichen muss einem schon liegen. Ich habe Menschen kommen und gehen sehen, die nach einer Abholung nicht mehr gekommen sind“, erzählt Herr. Die Arbeit sei nichts für jeden.

Sie selbst sagt jedoch: „Ich bin jetzt 31 und habe vor, das mein ganzes Leben lang weiterzumachen. Ich gehe jeden Tag mit einem guten Gefühl in die Arbeit und es gab seit ich hier arbeite noch nicht einen Tag an dem ich dachte ‚oh Gott, jetzt muss ich wieder arbeiten“. Das liegt auch am Zusammenhalt im Team. „Wir sind eine kleine Familie. Man hilft und unterstützt sich“. Mit Außenstehenden könne man oft nicht so über diesen Beruf sprechen.

Die Arbeit beim Bestatter

„Wir sind keine Todesengel“- Die Arbeit in einem Bestattungsunternehmen (1/2)

Arbeiten beim Bestatter: Unverständnis in der Gesellschaft

Die Arbeit in einem Bestattungsunternehmen stößt in der Gesellschaft oft auf Unverständnis. Viele können nicht verstehen, warum Menschen gerne mit dem Tod arbeiten. Dabei vergessen sie allerdings, dass zu einer der wichtigsten Aufgaben eines Bestatter die Betreuung der Hinterbliebenen zählt. Bianca Herr (31) arbeitet seit wenigen Monaten als kaufmännische Angestellte im Bestattungsunternehmen Joachim Männer in Ingolstadt und weiß, auf was es bei der Arbeit ankommt. Ihr ist es wichtig, anderen nahezubringen, dass Bestatter keine „Todesengel“ sind.

Die gelernte Erzieherin landete eher durch Zufall beim Bestatter. Das Unternehmen bei dem ihr Stiefvater damals arbeitete suchte eine Mitarbeiterin und sie habe es „einfach ausprobiert“. „Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass mir die Arbeit ganz gut liegt und habe nach und nach auch Beratungen übernommen“, erzählt Herr.

Die Geschichten verblassen nie ganz

Vor einigen Monaten folgte der Wechsel ins Bestattungsinstitut Joachim Männer in Ingolstadt.Arbeiten beim Bestatter Zu den Aufgaben der 31-Jährigen zählt hier die Büroarbeit, ebenso wie Trauer- und Vorsorgegespräche. Auch wenn sie immer wieder auf Unverständnis stößt, so ist sie sich bewusst „dass es eine Aufgabe ist, die nicht jeder kann. Außerdem gehe ich am Ende des Tages mit einer inneren Ruhe nach Hause, weil ich weiß, dass ich etwas Sinnvolles für Menschen getan habe,“ sagt sie.

Herr kann die Zweifel von Außenstehenden aber auch nachvollziehen. „Die erste Zeit hatte ich schon Bedenken. Vor allem, weil ich mir überlegt habe, was ich mache, wenn ich Kinder oder junge Leute vor mir habe. Aber mit der Zeit lernt man auch damit umzugehen“, weiß Herr. „Es ist wichtig, dass die Menschen jemanden vor sich haben, der nicht mit ihnen weint, sondern ihnen Mitgefühl entgegen bringt. Und daran denkt, dass man den Menschen ja trotzdem beerdigen muss“, erklärt sie, fügt jedoch an: „ Aber Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, es gibt keinen Tag an dem ich nach Hause gehe und nicht über einen gewissen Fall nachdenke“. Viele Geschichten hätten Ähnlichkeit mit Situationen aus ihrem Leben, aber man müsse auch irgendwann loslassen.

Dennoch, wenn Herr an einem Haus vorbeifährt in dem sie jemanden betreut hat, dann erinnert sie sich noch heute an den Namen: „Da merke ich, dass die Geschichten nie ganz verblassen. Wahrscheinlich ist das auch wichtig, dass wir das trotzdem in uns tragen“.

Erfahren Sie im zweiten Teil unseres Interviews:

Warum ist es wichtig, sich frühzeitig mit dem Thema Tod zu beschäftigen und woher kommt der schlechte Ruf der Bestatter?

Bestattungskosten und Gebühren für den Friedhof

Bestattungskosten

Diese Kosten kommen bei einer Beerdigung auf Sie zu

Über Bestattungskosten machen sich Angehörige nach einem Todesfall nur ungern Gedanken. Viele schieben das Thema erst einmal zur Seite um der Trauer Raum zu lassen. Irgendwann muss sich allerdings jeder mit der Frage auseinandersetzen, welche Ausgaben für eine Beerdigung anfallen.

Bestatter und andere Dienstleister

Der sicherlich wichtigste Punkt sind die reinen Leistungen des Bestattungsunternehmens. Darunter fallen unter anderem Kosten für die Überführung des Toten. Hinzu kommen die hygienische Versorgung des Verstorbenen, sowie eine eventuelle Einäscherung. Auch der Sarg und/oder die Urne gehören dazu, vorausgesetzt es handelt sich um eine Erdbestattung.

Der zweite Kostenpunkt sind externe Dienstleister, die je nach Gestaltungswunsch im Rahmen einer Beerdigung beauftragt werden (Floristen, Traueranzeige und -karten, Sterbebild Musiker etc.).  Meist laden die Angehörigen nach der Beerdigung außerdem noch zum gemeinsamen Mittag-, Abendessen, oder Kaffee und Kuchen. Auch diese Kosten müssen in der Summe der Bestattungskosten berücksichtigt werden. Überdies darf der Grabstein in dieser Auflistung nicht vergessen werden. Dieser kann je nach Gestaltung mit mehreren Tausend Euro zu Buche schlagen.

Erwerb einer Grabstelle als Kostenpunkt der Bestattungskosten

Weiterhin zählt der Erwerb einer Grabstelle zu den Bestattungskosten. Durch die Zahlung der Friedhofsgebühren sichern Sie den Erhalt sowie die Nutzungsrechte an einer Grabstelle. Die Friedhofsgebühren setzen sich einerseits zusammen aus den Grabkosten (Nutzungsrechte für eine bestimmte Zeit; meist 20 Jahre) und andererseits aus den Beisetzungsgebühren.

Die Beisetzungsgebühren umfassen:

  • Öffnen der Grabstelle
  • Auskleiden des Grabes
  • Schließen des Grabes
  • ggf. Kühlraum, Nutzung der Trauerhalle, Träger für Urne und Sarg

Die Höhe der Kosten ist einerseits abhängig von der Grabart und andererseits vom jeweiligen Friedhof (Schwankungen von mehreren hundert Euro möglich). Sie können aber je nach Beisetzungsort mehrere Tausend Euro betragen. Als Faustregel lässt sich anwenden, dass die Gebühren für den Friedhof etwa ein Drittel der gesamten Bestattungskosten ausmachen.

Kosten für Formalitäten

Totenschein, Sterbeurkunde, Abmeldung von der Krankenkasse – Abgesehen von der Organisation der Beerdigung müssen nach einem Todesfall viele Behördengänge erledigt werden. Diese kann auf Wunsch allerdings der Bestatter für Sie übernehmen. Meist geht der Bestatter dabei finanziell in Vorleistung und stellt Ihnen schließlich die Kosten neben seinen Eigenleistungen später in Rechnung. Der Vorteil: Sie begleichen einen Großteil der Rechnung bei nur einem Rechnungssteller.

Bestattungskosten richten sich nach Bestattungsart und Bestattungsort

Je nach Bestattungsart und Bestattungsort können bei einer Beerdigung ganz unterschiedliche Kostenpunkte auf Sie zukommen. Bei einer Seebestattung fallen beispielsweise keine Friedhofsgebühren an, dafür sind Gebühren für die Reederei zu entrichten. Der Sarg bei einer Einäscherung ist meist deutlich günstiger als der Sarg bei einer Erdbestattung. Dafür kommen bei ersterer Kosten für eine Urne hinzu.

Kostenpunkte einer Bestattung im Überblick:

  • Leistungen des Bestattungsunternehmens (sofern die Bestattung auf einem Friedhof stattfindet)

    • Überführung des Verstorbenen
    • Hygienische Versorgung
    • Sarg/Urne
    • ggf. Einäscherung
  • Friedhofsgebühren (sofern die Bestattung auf einem Friedhof stattfindet)

    • Grabkosten für die Grabnutzung
    • Öffnen und Auskleiden der Grabstelle
    • Schließen und Ebnen der Grabstelle
    • ggf. Nutzung von Kühlraum
    • ggf. Nutzung der Trauerhalle
    • ggf. Sarg-/Urnenträger
  • Optionale Leistungen externer Dienstleister

    • Florist
    • Grabstein
    • Traueranzeige, -karten, Sterbebild
    • Musiker
    • Trauerredner
    • Speisen und Getränke
  • Formalitäten

    • Totenschein
    • Sterbeurkunde

Ein Durchschnittswert für die Bestattungskosten lässt sich daher nur schwer festmachen, diese können von 3.000 Euro bis über 8.000 Euro schwanken. Am besten besprechen Sie Ihre Vorstellungen direkt mit dem Bestatter Ihrer Wahl. Das Bestattungsinstitut Joachim Männer in Ingolstadt berät Sie gerne in Bezug auf alle anfallenden Kostenpunkte.

Kreuz auf Grab

Was es wirklich bedeutet ein Bestatter zu sein

Mehr als Totengräber und Leichenverscharrer

„Bestatter, das sind doch die Leute, die die Toten durch die Straßen fahren und begraben“ – das zumindest verbinden die meisten mit diesem Beruf. Die wenigsten können verstehen, wieso jemand diese Arbeit gerne ausführen will. Hauptsächlich deshalb, weil kaum jemand wirklich weiß, was es bedeutet ein Bestatter zu sein.

Was viele Menschen vergessen: In einem Bestattungsinstitut wird nicht nur mit Toten gearbeitet. Natürlich entfällt ein großer Teil der Arbeit auf den Transport und das Begraben von Leichen. Für diese Arbeit bedarf es natürlich physischer Belastbarkeit, ebenso aber des nötigen Respekts gegenüber dem Verstorbenen und dem Tod im Allgemeinen.

Die Hinterbliebenen nicht vergessen

Über diese „technischen“ Aspekte des Berufs dürfen aber die Hinterbliebenen eines Toten nicht vergessen werden! Für den Bestatter mag der Tod Alltagsgeschäft sein, für Familienangehörige und Freunde von Verstorbenen ist er das aber nicht und genau dessen muss sich ein Bestatter zu jeder Zeit bewusst sein.  Angehörige haben meist eine Menge Fragen und wissen nicht genau welche Schritte sie nun in welcher Reihenfolge einleiten sollen.

Hinzu kommt der emotionale Zustand. Einen geliebten Menschen zu verlieren macht traurig. Es ist nicht leicht mit dieser Trauern umzugehen. Hierzu ist psychische Belastbarkeit und Einfühlungsvermögen nötig. Bestatter sind Dienstleister, Kundenbindungen sind unerlässlich. Es ist deshalb wichtig das Vertrauen der Angehörigen zu gewinnen und ihnen Sicherheit und in der schweren Zeit einen Anker zu geben.

Bestatter sind Seelsorger und Ansprechpartner

Eine Beerdigung ist der letzte Schritt im Leben eines Menschen. Sie soll würdevoll sein, schön und emotional. Sie soll allen Angehörigen, Freunden und Bekannten die Möglichkeit geben sich ein letztes Mal vom Toten zu verabschieden. Wir beim Bestattungsunternehmen Joachim Männer in Ingolstadt tragen maßgeblich dazu bei, damit das auch gelingt.

Jede Beerdigung ist anders, jede Familie hat andere Wünsche und Vorstellungen. Hinzu kommen Sitten, religiöse oder spirituelle Ansichten. Toleranz ist daher ein weiteres Charaktermerkmal eines guten Bestatters. Wer nicht mit Menschen arbeiten möchte, der wird in einem Bestattungsunternehmen nicht Fuß fassen können.

Es lässt sich also feststellen, dass der Beruf des Bestatters natürlich an einige „banalere“ Kriterien, wie physische Belastbarkeit oder beispielsweise einen Führerschein gekoppelt ist, jedoch ist die emotionale Stärke deutlich wichtiger. Bestatter sind keine Menschen, die Tote in Löchern verscharren, Bestatter sind ebenso Seelsorger, Vertraute und Ansprechpartner für alle Art von Fragen, die der Tod aufwirft.

Wenn Sie sich für den Facetten reichen Beruf des Bestatters interessieren, freut sich das Bestattungsinstitut Joachim Männer in Ingolstadt auf Ihre Bewerbung.

Das erste Weihnachtsfest nach einem Todesfall

Der Tod hat an Weihnachten in den Köpfen der Menschen keinen Platz. Weihnachten ist das Fest der Freude. Man lacht, singt, lebt jahrelange Traditionen aus und schafft gemeinsame Erinnerungen. Umso tiefer ist die Wunde, die ein Todesfall in die Weihnachtszeit reißt.

Plötzlich ist alles nicht mehr so, wie es einmal war, plötzlich ist ein Platz am Weihnachtstisch leer. Und plötzlich steht die Frage im Raum: Wie wird es sein, das erste Weihnachtsfest ohne den geliebten Menschen? Und vor allem: Wie soll ich mich verhalten?

Der Trauer Raum geben

Ihnen muss bewusst sein, dass das Weihnachtsfest nicht mehr so ablaufen wird, wie in den Jahren zuvor. Wenn der Verstorbene an Weihnachten immer eine Geschichte vorgelesen hat, dann kann das nicht ersetzt werden. Dementsprechend unklug ist es, zu versuchen das Thema Tod auszuklammern.

Binden Sie es stattdessen in die Feierlichkeiten ein. Wenn Sie im Familienkreis feiern, werden alle Menschen dasselbe fühlen. Hängen Sie nicht an alten Traditionen, sondern schaffen Sie neue. Zünden Sie beispielsweise eine Kerze an, sprechen Sie gemeinsam ein Gebet oder legen Sie ein Foto des Verstorbenen unter den Weihnachtsbaum.

Kommunikation

Keiner weiß, wie es Ihnen wirklich geht und was sie wollen. Wenn Sie an Weihnachten keine Anrufe wünschen, dann kommunizieren Sie das auch so. Haben Sie keine Angst davor, was andere denken könnten, wenn Sie Weihnachten alleine verbringen wollen. Wenn Ihnen das hilft, dann ist das vollkommen in Ordnung.
Sprechen Sie Ihre Sorgen und Ängste aus und überlegen Sie sich gemeinsam mit anderen eine Lösung. Tun Sie nichts, nur weil man es von Ihnen so erwartet.

Niemand will Ihnen etwas Böses

Trauer überfordert viele Mit-Menschen. Sie wollen helfen, wissen aber nicht wie. Nehmen Sie es Freunden und Familienmitgliedern nicht übel, wenn sie Sie mit Vorschlägen und Tipps überhäufen. Sie alle wollen nur das Beste für Sie.
Wenn es Ihnen zu viel wird, kommunizieren Sie das!

Wenn Sie noch mehr Informationen oder Rat benötigen steht ihnen Alwin Paff Inhaber vom Bestattungsinstitut Joachim Männer Ingolstadt vertrauensvoll zur Verfügung.

Weihnachtsgrüße trotz Todesfall?

„Frohe Weihnachten“, „Besinnliche Feiertage“, „Schönes Fest“ – Bunt bedruckte Weihnachtskarten gehören zu den Feiertagen wie Christbäume und Glühwein. Sie sind schnell gekauft, beschrieben und an diverse Freunde verschickt. Doch wie wünsche ich jemandem ein frohes Fest, der gerade versucht den Tod eines geliebten Menschen zu verarbeiten?

Einem trauernden Menschen ein fröhliches Fest zu wünschen erscheint allein aus ethischen Gründen unrecht. Bevor Sie also eine Standardkarte verschicken, lassen Sie das mit den Weihnachtsgrüßen lieber gleich sein. Wollen Sie diesem Menschen aber eine Freude machen, dann gestalten Sie die Karte individuell.

So gestalten Sie eine Weihnachtskarte im Trauerfall

Zurückhaltende Formulierungen

„Ich wünsch dir ein super schönes Weihnachtsfest mit deiner Familie. Lass dich reich beschenken und genieße den Abend in vollen Zügen“ – Seien Sie ehrlich, eine solche Weihnachtskarte würden Sie in der Trauerphase nicht lesen wollen. Verzichten Sie auf überschwängliche Wünsche und Floskeln fürs Fest und formulieren Sie zurückhaltend.
Dazu gehört auch an der Trauer teilzunehmen und diese nicht auszuschweigen. Gute Satzanfänge sind beispielsweise „Trotz des traurigen Anlasses wünsche ich dir …“ oder „Auch in dieser schweren Zeit möchte ich dir, ….“. Lassen Sie den Empfänger spüren, dass er nicht alleine ist. Was genau der Inhalt des Textes ist hängt selbstverständlich vom zwischenmenschlichen Verhältnis ab.

Die richtige Karte

Ebenso wie bei den Formulierungen müssen Sie auch bei der Kartenwahl etwas dezenter sein. Tanzende Rentiere, lachende Weihnachtsmänner oder verspielte Schneemänner müssen ebenso wie knallbunte Farben im Regal bleiben.

Es gibt durchaus auch gedecktere Weihnachtskarten mit verschneiten Landschaften oder Mistelzweigen und Kerzen. Sie können auch ganz auf eine Karte verzichten und stattdessen ein paar Zeilen auf einem schönen Briefpapier schreiben.

Mir fehlen die richtigen Worte

Es ist absolut keine Schande, wenn Sie nicht wissen, wie Sie Ihre Wünsche fürs Fest angemessen formulieren. Bevor Sie den Gedanken an Weihnachtsgrüße ganz verwerfen, greifen Sie auf ein schönes Weihnachtsgedicht oder einen schönen Spruch zurück der Trost spendet.
Wichtig ist, dass Ihre Worte ehrlich sind. Nur dann werden sich Trauernde auch darüber freuen.

Sie möchten mehr über das Thema Bestattung erfahren? Wir vom Bestattungsinstitut Joachim Männer in Ingolstadt sind immer für Sie da.